CARA3 Konfiguration
Referenz: [CARA3_Konfiguration]
Versionsinformationen
In der folgenden Tabelle finden Sie die Änderungshistorie des vorliegenden Dokuments.
| Version | Bemerkung |
|---|---|
3.8.0 |
Initiale Version des Dokuments |
application.properties des CARA-Servers
In der Datei application.properties konfigurieren Sie die Anbindung des CARA-Servers an die Datenbank, seine Erreichbarkeit über HTTP oder HTTPS sowie die Verbindung zu Keycloak. Die Datei enthält außerdem Einstellungen für Hintergrundprozesse, Zertifikatsfunktionen und optionale CARA-Module. Einstellungen für optionale CARA-Module gelten nur, wenn das jeweilige Modul verwendet wird.
Die mitgelieferte Datei application.template.properties dient als Vorlage. Passen Sie insbesondere Datenbankverbindungen, Serveradressen und Zugangsdaten an Ihre Installation an.
Die folgenden Tabellen beschreiben die Konfigurationsparameter in application.properties. Die Spalte „Erforderlich“ zeigt, ob und unter welchen Bedingungen ein Konfigurationsparameter gesetzt werden muss. „Default“ nennt die Standardwerte einschließlich der Vorgaben aus application.template.properties. „–“ in der Spalte „Default“ bedeutet, dass hier kein allgemeiner Standardwert angegeben ist; ein leerer String ist davon zu unterscheiden.
Allgemeine Servereinstellungen und Logging
Diese Konfigurationsparameter betreffen die Identifikation der CARA-Instanz, das Logging und den Betrieb der Hintergrundprozesse. Sie legen außerdem das Standardverzeichnis für den Export von Domain-Dateien fest.
| Konfigurationsparameter | Erforderlich | Default | Beschreibung |
|---|---|---|---|
|
nein |
|
Vom Betreiber vergebener Identifier zur Unterscheidung verschiedener CARA-Instanzen im Cluster-Betrieb; kann in den Logdateien als Teil des ThreadContext ausgegeben werden; sinnvoll v. a. bei Verwendung eines Log4j-2-Servers für |
|
nein |
– |
Pfad zur Log4j-2-Konfigurationsdatei. Kann in Beispiel: |
|
ja |
|
Die ID des CARA-Moduls. Dieser Wert muss in der Regel nie geändert werden. Er sollte immer den Wert 0 haben. |
|
ja |
|
Dieser Wert legt fest, ob der Scheduler zum Starten von Hintergrundprozessen gestartet werden soll. Dieser Wert sollte immer auf |
|
nein |
|
Der Pfad eines Verzeichnisses, in welchem vom "ExportProcessor" exportierte Domain-Dateien abgelegt werden. |
Datenbank und Flyway
Die Datenbankkonfiguration umfasst die Verbindungsdaten und den Connection-Pool. Die Flyway-Einstellungen bestimmen, ob das Datenbankschema automatisch eingerichtet oder über Migrationsskripte aktualisiert wird.
Datenbankverbindung und Connection-Pool
Konfigurieren Sie zunächst die Verbindung zur CARA-Datenbank. Die weiteren Parameter steuern die Größe des Connection-Pools, Wartezeiten und die Prüfung ungenutzter Verbindungen.
In der Konfigurationsvorlage ist für jeden unterstützten Datenbanktyp eine Konfiguration vorhanden. Die zum verwendeten Datenbanksystem gehörende Konfiguration muss aktiviert werden; alle anderen müssen auskommentiert werden.
| Konfigurationsparameter | Erforderlich | Default | Beschreibung |
|---|---|---|---|
|
ja |
– |
JDBC-Treiber-Klasse für die verwendete Datenbank. Die passende Treiberklasse wird aus der mitgelieferten Konfigurationsvorlage übernommen. |
|
ja |
– |
Definition der Verbindung zur CARA-Datenbank. In der mitgelieferten Konfigurationsvorlage ist |
|
ja |
– |
Benutzername für den Zugriff auf die CARA-Datenbank. Entspricht dem Platzhalter |
|
ja |
– |
Passwort für den Zugriff auf die CARA-Datenbank. Entspricht dem Platzhalter |
|
nein |
|
Anzahl initialer Verbindungen zur Datenbank. |
|
nein |
|
Maximale Anzahl von Verbindungen, die gleichzeitig genutzt werden können. |
|
nein |
|
Maximale Anzahl unbenutzter Verbindungen im Connection-Pool. |
|
nein |
|
Minimale Anzahl unbenutzter Verbindungen im Connection-Pool. |
|
nein |
|
Maximale Zeitspanne, die ein Prozess wartet, um eine Verbindung aus dem Connection-Pool zu bekommen. Ist diese Zeitspanne überschritten, wird eine Exception geworfen. (in Millisekunden) |
|
nein |
|
Zeitspanne zwischen zwei Überprüfungen auf Idle-Connections (in Millisekunden). |
|
nein |
– |
Anzahl von Verbindungen, die bei einer Überprüfung von Idle-Connections geprüft werden. |
|
nein |
|
Zeitspanne, die eine Connection unbenutzt im Connection-Pool verbleiben darf, bevor sie überprüft wird. |
|
nein |
Leerer String |
Konfigurationsparameter, die vom JDBC-Treiber unterstützt werden. Die unterstützten Konfigurationsparameter sind der Beschreibung des verwendeten JDBC-Treibers zu entnehmen. |
|
nein |
Leerer String |
SQL-Anweisungen, die beim Öffnen einer Verbindung zur Datenbank einmalig ausgeführt werden. |
|
nein |
|
Zulässige Werte: Für eine automatische Wiederaufnahme der DB-Verbindung ist hier der Wert |
|
nein |
Oracle: |
SQL-Statement, welches zum Testen einer Datenbankverbindung genutzt werden soll (zu verwenden in Kombination mit |
|
nein |
|
Zulässige Werte: |
Zusätzliche Konfigurationsparameter des Tomcat JDBC-Pools können in der application.properties-Datei des CARA-Servers mit dem Präfix jdbc. angegeben werden. Die Parameternamen werden dabei in Kleinbuchstaben mit Bindestrichen geschrieben, beispielsweise maxActive als jdbc.max-active. Die verfügbaren Parameter beschreibt die Dokumentation des Tomcat JDBC-Pools.
CARA überschreibt folgende Einstellungen unabhängig von den Angaben in application.properties:
-
jdbc.default-auto-commit:false -
jdbc.default-transaction-isolation:READ_COMMITTED(JDBC-Wert2) -
jdbc.jdbc-interceptors:ConnectionState;StatementFinalizer
Beim Start protokolliert CARA auf Log-Level INFO Abweichungen von den Tomcat-Pool-Standardwerten. Kennwörter und weitere als sensibel eingestufte Werte werden maskiert.
Datenbankmigrationen mit Flyway
Mit spring.flyway.enabled steuern Sie, ob beim Start des CARA-Servers Datenbankmigrationen mit Flyway ausgeführt werden. Die übrigen Konfigurationsparameter legen die Baseline für ein bestehendes Datenbankschema ohne Flyway-Schema-Historie fest. Für eine Erstinstallation ist die abweichende Baseline-Version zu beachten, die in der Parameterbeschreibung angegeben ist.
| Konfigurationsparameter | Erforderlich | Default | Beschreibung |
|---|---|---|---|
|
nein |
|
Dieser Wert legt fest, ob Flyway für Datenbankmigrationen genutzt werden soll oder nicht. |
|
nein |
|
Legt fest, ob Flyway für ein bestehendes Datenbankschema ohne Flyway-Schema-Historie automatisch eine Baseline anlegt. Die Baseline-Version wird über |
|
nein |
|
Version des Datenbankschemas, ab der Flyway die weiteren Datenbankmigrationen übernimmt. Für eine Erstinstallation mit Flyway muss der Wert auf |
Erstinstallation mit Flyway
Diese Konfigurationsparameter liefern die Startwerte für das Flyway-basierte Datenbank-Setup, etwa für Anwendungszugangsdaten, den Plattformnamen und den E-Mail-Versand. Die Werte werden beim ersten Start einmalig in die CARA-Datenbank übernommen und anschließend in application.properties nicht mehr benötigt. Bei manueller Datenbankinstallation sind stattdessen die jeweils genannten Platzhalter in CaraDb.dat zu ersetzen.
| Konfigurationsparameter | Erforderlich | Default | Beschreibung |
|---|---|---|---|
|
Bei Erstinstallation mit Flyway |
– |
Hier ist das Kennwort, mit dem sich das Admin-Operator-Frontend gegenüber dem CARA-Server authentisiert, anzugeben. Entspricht dem Platzhalter |
|
Bei Erstinstallation mit Flyway |
– |
Hier ist das Kennwort, mit dem sich das TC-Operator-Frontend gegenüber dem CARA-Server authentisiert, anzugeben. Entspricht dem Platzhalter |
|
Bei Erstinstallation mit Flyway |
– |
Hier ist der Name der CARA-Plattform anzugeben. Entspricht dem Platzhalter Dieser Name wird verwendet, um verschiedene, gleichzeitig installierte CARA-Instanzen unterscheiden zu können. Verwenden Sie einen kurzen, aussagekräftigen Namen. |
|
Bei Erstinstallation mit Flyway |
– |
Hier sind die IP-Adressen der Rechner anzugeben, auf denen die Admin-Frontends laufen. Mehrere Angaben werden durch Leerzeichen getrennt. Entspricht dem Platzhalter |
|
Bei Erstinstallation mit Flyway |
– |
Hier ist die Mailserver-Adresse anzugeben. Entspricht dem Platzhalter |
|
Bei Erstinstallation mit Flyway |
– |
Hier ist die Absenderadresse für E-Mail-Benachrichtigungen anzugeben. Entspricht dem Platzhalter |
|
Bei Erstinstallation mit Flyway |
– |
Hier ist der Standardwert für den Betreff von E-Mail-Benachrichtigungen anzugeben. Entspricht dem Platzhalter |
HTTP, HTTPS und AJP
Diese Einstellungen bestimmen, wie der CARA-Server über das Netzwerk erreichbar ist. Unterscheiden Sie dabei zwischen dem direkten Zugriff und der Weiterleitung durch einen vorgeschalteten Webserver sowie zwischen HTTP, HTTPS und AJP.
Eingebetteter Tomcat und Reverse Proxy
Diese Konfigurationsparameter bestimmen, unter welchem Port und Kontextpfad der CARA-Server erreichbar ist. Die HTTP- und TLS-Einstellungen richten sich danach, ob Clients direkt auf den CARA-Server zugreifen oder ein vorgeschalteter Webserver die Anfragen weiterleitet.
| Konfigurationsparameter | Erforderlich | Default | Beschreibung |
|---|---|---|---|
|
nein |
|
HTTP- bzw. HTTPS-Port des CARA-Servers. Werden mehrere Anwendungen auf derselben Maschine betrieben, muss für jede Anwendung ein eigener freier Port verwendet werden. |
|
nein |
Leerer String (Root-Kontext) |
Kontextpfad, unter dem der CARA-Server erreichbar ist. Die Pfade in der Webserver-Konfiguration müssen mit diesem Wert übereinstimmen. Beispiel: |
|
nein |
|
Basisverzeichnis des eingebetteten Tomcat zur Ablage temporärer Dateien. Relative Pfade beziehen sich auf den Ablageort der ausführbaren JAR-Datei. Als Arbeitsverzeichnis wird das Unterverzeichnis |
|
nein |
– |
Legt fest, wie die vom vorgeschalteten Webserver weitergereichten Informationen zur ursprünglichen Anfrage ausgewertet werden. Bei der in der Installationsanleitung beschriebenen Weiterleitung über unverschlüsseltes HTTP auf |
|
nein |
|
Legt fest, ob Tomcat Anfragen an den Root-Kontext umleitet. Bei der in der Installationsanleitung beschriebenen Weiterleitung über unverschlüsseltes HTTP auf |
|
nein |
– |
Weitere Konfigurationsparameter für den eingebetteten Tomcat werden von Spring Boot mit dem Präfix |
TLS-Konfiguration
Diese Konfigurationsparameter aktivieren HTTPS und legen den Keystore für das TLS-Server-Zertifikat fest. Bei TLS-Client-Authentifizierung werden zusätzlich der gewünschte Authentifizierungsmodus und der Truststore zur Validierung der Client-Zertifikate konfiguriert.
| Konfigurationsparameter | Erforderlich | Default | Beschreibung |
|---|---|---|---|
|
Bei unverschlüsseltem HTTP oder AJP |
|
Aktiviert HTTPS am eingebetteten Tomcat. Bei unverschlüsselter HTTP- oder AJP-Anbindung auf |
|
Bei HTTPS |
– |
Pfad zum Keystore mit dem TLS-Server-Zertifikat und dem zugehörigen privaten Schlüssel. Für HTTPS erforderlich. Beispiel: |
|
nein |
– |
Typ des Keystores mit dem TLS-Server-Zertifikat. Beispiel: |
|
Bei passwortgeschütztem HTTPS-Keystore |
– |
Passwort des Keystores mit dem TLS-Server-Zertifikat. Bei HTTPS entsprechend dem verwendeten Keystore konfigurieren. |
|
nein |
– |
TLS-Client-Authentifizierung: |
|
Bei TLS-Client-Authentifizierung |
– |
Pfad zum Truststore für die Validierung der TLS-Client-Zertifikate. Wird bei TLS-Client-Authentifizierung benötigt. Beispiel: |
|
nein |
– |
Typ des Truststores für die Validierung der TLS-Client-Zertifikate. Beispiel: |
|
Bei passwortgeschütztem Truststore für TLS-Client-Authentifizierung |
– |
Passwort des Truststores für die Validierung der TLS-Client-Zertifikate. Für die Validierung von TLS-Client-Zertifikaten konfigurieren, wenn Client-Authentifizierung verwendet wird. |
AJP-Anbindung
Diese Einstellungen sind relevant, wenn ein vorgeschalteter Webserver die Anfragen über AJP an den eingebetteten Tomcat weiterleitet. Aktivierung, Port, lokale IP-Adresse und die Verwendung eines Secrets werden auf dem CARA-Server konfiguriert und mit der Webserver-Konfiguration abgestimmt.
| Konfigurationsparameter | Erforderlich | Default | Beschreibung |
|---|---|---|---|
|
nein |
– |
Aktiviert den AJP-Connector. Für die AJP-Anbindung auf |
|
Bei AJP-Anbindung |
– |
Port des AJP-Connectors. Ein freier Port muss gewählt und in der Webserver-Konfiguration, beispielsweise in |
|
Bei AJP-Anbindung |
– |
Lokale IP-Adresse, auf der der AJP-Connector Verbindungen entgegennimmt. |
|
nein |
– |
Legt fest, ob der AJP-Connector ein Secret verlangt. Wert im Installationsbeispiel: |
|
nein |
– |
Mit Konfigurationsparametern mit diesem Präfix kann ein Tomcat-AJP-Connector für die Anbindung an einen vorgeschalteten Apache HTTP Server (HTTPd) aktiviert und konfiguriert werden. Die unterstützten Konfigurationsparameter nach diesem Präfix sind in der Tomcat-AJP-Connector-Dokumentation beschrieben. |
Authentifizierung und Zugriffsschutz
Dieser Bereich enthält die Einstellungen für die Verbindung zu Keycloak und die Synchronisierung mit der CARA-Datenbank. Weitere Konfigurationsparameter betreffen IP-basierte Zugriffsbeschränkungen und das BCrypt-Hashing von Passwörtern.
Keycloak und Synchronisierung
Diese Konfigurationsparameter legen die Verbindung zu Keycloak fest, insbesondere die Realm-URLs, Client-Zugangsdaten und TLS-Einstellungen. Weitere Parameter steuern die Übernahme von Benutzern und Anwendungen aus Keycloak in die CARA-Datenbank.
| Konfigurationsparameter | Erforderlich | Default | Beschreibung |
|---|---|---|---|
|
ja |
|
Client-ID des CARA-Servers. Dieser Wert muss in der Regel nie geändert werden. Es sollte immer der Wert |
|
ja |
– |
Client-Secret des CARA-Servers. |
|
ja |
– |
Basis-URL der Keycloak-Admin-REST-API. Beispiel: |
|
nein |
– |
Pfad für den Truststore, der zur Pfadvalidierung des Keycloak-Server-Zertifikats verwendet wird. Wenn der Konfigurationsparameter nicht gesetzt ist, wird der standardmäßige Java-Truststore verwendet. |
|
Bei eigenem Keycloak-Truststore |
– |
Passwort für den Truststore, der zur Pfadvalidierung des Keycloak-Server-Zertifikats verwendet wird. Muss gesetzt sein, wenn |
|
Bei eigenem Keycloak-Truststore |
– |
Typ des Truststores, der zur Pfadvalidierung des Keycloak-Server-Zertifikats verwendet wird. Gültige Werte sind: Muss gesetzt sein, wenn |
|
nein |
|
TLS-Version, die zur Kommunikation mit dem Keycloak-Server verwendet wird. Gültige Werte sind: |
|
nein |
|
Timeout für die Verbindung zur Keycloak-Admin-REST-API in Sekunden. |
|
ja |
– |
Basis-URL des Keycloak-Realms. Beispiel: |
|
Wenn keine OpenID-Connect-Discovery genutzt wird |
– |
URL zum Abruf der öffentlichen Signaturschlüssel des Keycloak-Realms. Die Schlüssel werden als JSON Web Keys (JWKs) zurückgegeben. Beispiel: Kann entfallen, wenn die öffentlichen Signaturschlüssel über die unter |
|
ja |
|
OAuth-Provider. Dieser Wert muss in der Regel nie geändert werden. Es sollte immer der Wert |
|
ja |
|
Client-ID des CARA-Servers. Der Wert sollte mit dem Wert des Konfigurationsparameters |
|
ja |
|
Client-Secret des CARA-Servers. Der Wert sollte mit dem Wert des Konfigurationsparameters |
|
ja |
|
OAuth-Grant-Typ. Dieser Wert muss in der Regel nie geändert werden. Es sollte immer der Wert |
|
ja |
– |
URL des Token-Endpunkts des Keycloak-Realms. Beispiel: |
|
nein |
|
Zulässige Werte: |
|
nein |
|
Zulässige Werte: |
|
nein |
|
Zulässige Werte: |
|
nein |
|
Dieser Wert wird nur einmalig während der Migration der RA-Zertifikate zu Keycloak verwendet. Er sollte alle bekannten Ident-Daten-Namen enthalten, die eine RA-Zertifikats-E-Mail repräsentieren, und wird verwendet, um RA-Zertifikate als Keycloak-Benutzer automatisch zu migrieren. |
Zugriffsbeschränkungen und Passwort-Hashing
Die folgenden Konfigurationsparameter regeln die erlaubten IP-Adressen für den Anwendungszugriff und die IP-Adressprüfung für Admin-API-Clients. Die Stärke des BCrypt-Hashings wird über einen eigenen Konfigurationsparameter festgelegt.
| Konfigurationsparameter | Erforderlich | Default | Beschreibung |
|---|---|---|---|
|
nein |
– |
Erlaubte IP-Adressen, die auf die Anwendung zugreifen dürfen. |
|
nein |
|
Mit diesem Konfigurationsparameter kann eingestellt werden, ob die IP-Adressprüfung für Admin-API-Clients durchgeführt werden soll oder nicht. |
|
nein |
|
Mit diesem Konfigurationsparameter kann die Rundenanzahl für das BCrypt-Hashing konfiguriert werden. Es werden 2 hoch |
HTTP-Verbindungen zum DMZ-Proxyserver
Der Connection-Pool verwaltet die HTTP-Verbindungen vom CARA-Server zum CARA-DMZ-Proxyserver. Die Konfigurationsparameter begrenzen die Anzahl der Verbindungen und legen deren Lebensdauer, Leerlaufzeiten und Wartezeiten für neue Verbindungsanfragen fest.
Dieser Abschnitt ist bei Verwendung des optionalen CARA-DMZ-Proxy-Moduls relevant.
| Konfigurationsparameter | Erforderlich | Default | Beschreibung |
|---|---|---|---|
|
nein |
|
Maximale Anzahl gleichzeitiger HTTP-Verbindungen im Pool |
|
nein |
|
Maximale Zeit in Sekunden, die eine Verbindung im Pool ohne Verwendung verbleiben kann, bevor sie als inaktiv betrachtet und möglicherweise geschlossen wird |
|
nein |
|
Maximale Lebensdauer einer Verbindung im Pool in Sekunden, unabhängig davon, ob sie aktiv genutzt wird oder nicht |
|
nein |
|
Maximale Zeit in Sekunden, die eine Anfrage auf eine Verbindung im Pool warten kann, bevor sie abgebrochen wird |
|
nein |
|
Maximale Anzahl von ausstehenden Anfragen, die auf eine Verbindung warten dürfen |
|
nein |
|
Zeitspanne in Sekunden, in der der Pool ungenutzte Verbindungen im Hintergrund überprüft und gegebenenfalls schließt |
Zertifikatsfunktionen
Die folgenden Einstellungen betreffen die Vergabe von Zertifikats-Seriennummern und die Prüfung ausgestellter Zertifikate. Die Beschreibungen weisen darauf hin, wenn ein Konfigurationsparameter ein optionales Modul voraussetzt oder sich auf bestimmte Zertifikatstypen beschränkt.
Fortlaufende Zertifikats-Seriennummern
Bei der Verwendung fortlaufender Zertifikats-Seriennummern wird die nächste freie Seriennummer aus der Datenbank gelesen. Diese Konfigurationsparameter steuern das Zeitlimit für diesen blockierenden Zugriff sowie die Anzahl und die Abstände der Wiederholungsversuche.
| Konfigurationsparameter | Erforderlich | Default | Beschreibung |
|---|---|---|---|
|
nein |
|
Timeout in Sekunden, um die nächste freie Seriennummer blockierend aus der DB zu lesen |
|
nein |
|
Maximale Anzahl von Versuchen, um die nächste freie Seriennummer blockierend aus der DB zu lesen |
|
nein |
|
Wartezeit in Millisekunden zwischen Versuchen, die nächste freie Seriennummer blockierend aus der DB zu lesen |
Zertifikatsprüfungen und Lint-Profile
Diese Konfigurationsparameter steuern Lint-Profile, optionale X.509-Zertifikatsprüfungen und die Eindeutigkeit von CHR/Subject bei CV-EE-Zertifikaten. Die Einstellungen sind entsprechend den verwendeten Zertifikatstypen und CARA-Modulen auszuwählen.
Die Einstellungen für Lint-Profile sind bei Verwendung des optionalen CertLint-Moduls relevant; die Einstellungen für Certificate Transparency gelten bei gemeinsamer Verwendung von CertLint und CtLog.
| Konfigurationsparameter | Erforderlich | Default | Beschreibung |
|---|---|---|---|
|
nein |
|
Kommaseparierte Liste der Schlüsselprüfprofile, die standardmäßig für neue CAs aktiviert werden. Diese Einstellung wird nur berücksichtigt, wenn das CARA CertLint-Modul installiert ist. Wenn kein Standard-Schlüsselprüfprofil verwendet werden soll, muss der Wert leer gelassen werden (vgl. |
|
nein |
|
Zulässige Werte: |
|
nein |
|
Diese Einstellung ist nur relevant bei Verwendung der CARA-Module "CertLint" und "CtLog". Der Konfigurationsparameter definiert die minimalen Lint-Prüfungen für alle X.509-Zertifikate mit Poison- oder CtList-Extension (Certificate Transparency). Diese Minimaleinstellungen können von der CA-Lint-Konfiguration nur erweitert, aber nicht eingeschränkt werden. Format: kommaseparierte Liste von Einträgen, wobei sich jeder Eintrag aus dem Namen des Lint-Profils, einem Doppelpunkt und
Zum Deaktivieren der Minimaleinstellungen kann dieser Konfigurationsparameter auf den leeren String gesetzt werden. In diesem Fall gelten ausschließlich die CA-Lint-Einstellungen. |
|
nein |
|
Einstellung zur Eindeutigkeit des CHR/Subject bei CV-EE-Zertifikaten; erlaubte Werte: |
Mail-Templates
Diese Konfigurationsparameter regeln, ob Mail-Templates über die CARA-WS-API und die Admin-API angelegt oder bearbeitet werden können. Die Freigabe wird für beide APIs getrennt festgelegt.
| Konfigurationsparameter | Erforderlich | Default | Beschreibung |
|---|---|---|---|
|
nein |
|
Zulässige Werte: |
|
nein |
|
Zulässige Werte: |
HSM-Anbindung
GenericHSM-Modul
Diese Konfigurationsparameter gelten nur bei Verwendung des optionalen GenericHSM-Moduls und betreffen die PKCS#11-Bibliotheken, den HTTP-Monitorserver sowie die Zeitlimits für Utimaco-CXI-Verbindungen.
| Konfigurationsparameter | Erforderlich | Default | Beschreibung |
|---|---|---|---|
|
nein |
|
Gilt für PKCS#11-Verbindungen im CARA GenericHSM-Modul. Gibt das Dateisystem-Verzeichnis an, in dem die PKCS#11-Bibliotheken der verschiedenen HSM-Hersteller, typischerweise als .so oder .dll Dateien, liegen. Das Verzeichnis wird von der Anwendung eingelesen, um zu erkennen, welche Verbindungen mittels PKCS#11 zu HSMs hergestellt werden können. Details siehe in |
|
nein |
Leerer String |
Adresse des HTTP-Monitor-Servers im GenericHSM-Modul. Ein leerer Wert bindet den Server an alle lokalen Netzwerkschnittstellen. |
|
nein |
|
HTTP-Port des Monitor-Servers im GenericHSM-Modul. Der Port wird gemeinsam für alle GenericHSM-Geräte verwendet. |
|
nein |
|
Maximale Wartezeit in Millisekunden für den Aufbau einer Verbindung zu einem Utimaco HSM. Gilt nur für Verbindungen über die CXI-Schnittstelle im GenericHSM-Modul. |
|
nein |
|
Maximale Wartezeit in Millisekunden auf eine Antwort des Utimaco HSMs nach dem Senden einer Anfrage. Gilt nur für Verbindungen über die CXI-Schnittstelle im GenericHSM-Modul. Muss zur Generierung von PQC-Schlüsseln ggf. erhöht werden. |
Utimaco HSM-Modul
Diese Konfigurationsparameter gelten nur bei Verwendung des optionalen Utimaco-CXI-Moduls und steuern die Verbindungs- und Lesezeitlimits sowie den Auto-Reconnect-Prozess.
| Konfigurationsparameter | Erforderlich | Default | Beschreibung |
|---|---|---|---|
|
nein |
|
Betrifft CARA Utimaco CXI-Modul Verbindungszeitlimit Einheit: Millisekunden |
|
nein |
|
Betrifft CARA Utimaco CXI-Modul Lesezeitlimit; muss zur Erzeugung von RSA-Schlüsseln mit großer Schlüssellänge ggf. erhöht werden Einheit: Millisekunden |
|
nein |
|
Betrifft CARA Utimaco CXI-Modul Standardmäßige Pause des Auto-Reconnect-Prozesses bis zur jeweils nächsten Ausführung Einheit: Sekunden |
Monitoring und API-Dokumentation
Hier konfigurieren Sie die Bereitstellung der API-Dokumentation, die Actuator-Endpunkte und den Metrikexport. Die folgenden Unterabschnitte unterscheiden zwischen OpenAPI/Swagger UI, der Betriebsüberwachung mit Actuator und Prometheus sowie der Übertragung von Metriken an OpenSearch.
OpenAPI-Dokumentation
CARA stellt die generierte OpenAPI-Spezifikation und die interaktive Swagger UI über eigene URLs bereit. Die Verfügbarkeit beider Bestandteile wird getrennt gesteuert; die Swagger UI benötigt jedoch Zugriff auf die generierte Spezifikation.
| Konfigurationsparameter | Erforderlich | Default | Beschreibung |
|---|---|---|---|
|
nein |
|
Zulässige Werte: |
|
nein |
|
Zulässige Werte: |
Actuator und Prometheus
Die Actuator-Endpunkte stellen Betriebsinformationen wie den Zustand der Anwendung und Metriken bereit. Für die Erreichbarkeit über HTTP müssen sowohl die Bereitstellung des jeweiligen Endpunkts als auch dessen Zugriff freigegeben sein. Für Prometheus muss zusätzlich der Metrikexport aktiviert werden.
| Konfigurationsparameter | Erforderlich | Default | Beschreibung |
|---|---|---|---|
|
nein |
|
Kommagetrennte Liste der über HTTP bereitzustellenden Actuator-Endpunkte. Auch |
|
nein |
|
Zulässige Werte: |
|
nein |
|
Zulässige Werte: |
|
nein |
|
Zulässige Werte: |
|
nein |
|
Zulässige Werte: |
|
nein |
|
Der Wert |
Metrikexport nach OpenSearch
Diese Konfigurationsparameter steuern die Übertragung von Metriken an einen OpenSearch-Server. Neben der Aktivierung des Exports werden die Server-URL, Zugangsdaten und bei Bedarf ein gesonderter Truststore für die TLS-Verbindung angegeben.
| Konfigurationsparameter | Erforderlich | Default | Beschreibung |
|---|---|---|---|
|
nein |
|
Zulässige Werte: |
|
Bei aktiviertem OpenSearch-Metrikexport |
Gibt die URL des OpenSearch-Servers an. Bei aktiviertem Metrikexport die URL des vorgesehenen OpenSearch-Servers konfigurieren. |
|
|
nein |
– |
Gibt den Benutzer an, der Zugriff auf den OpenSearch-Server hat. |
|
nein |
– |
Gibt das Passwort des Benutzers des OpenSearch-Servers an. |
|
nein |
– |
Pfad eines gesonderten Truststores für die TLS-Verbindung zum OpenSearch-Server. |
|
Bei eigenem OpenSearch-Truststore |
– |
Passwort für den Truststore für die TLS-Verbindung zum OpenSearch-Server. Erforderlich, wenn |
|
Bei eigenem OpenSearch-Truststore |
– |
Typ des Truststores für die TLS-Verbindung zum OpenSearch-Server. Gültige Werte sind: Erforderlich, wenn |
JVM-Systemparameter des CARA-Servers
JVM-Systemparameter beeinflussen den Start des CARA-Servers. Mit den hier beschriebenen Parametern legen Sie die zu ladenden Konfigurationsdateien, zusätzliche Verzeichnisse für Module und Bibliotheken sowie die Algorithmuskombination für PKCS#12-Keystores fest.
Die JVM-Systemparameter werden mit -D<Parameter>=<Wert> im Startbefehl des CARA-Servers vor -jar angegeben. Eine Angabe in application.properties hat für diese JVM-Systemparameter keine Wirkung. Das Beispiel unterhalb der Tabelle zeigt einen Startbefehl mit gesonderten Konfigurationsdateien.
Die folgende Tabelle beschreibt die JVM-Systemparameter für den Start des CARA-Servers. Die Spalte „Erforderlich“ zeigt, ob ein JVM-Systemparameter angegeben werden muss. „Default“ nennt die Standardwerte für das jeweils beschriebene Startverfahren. „–“ in der Spalte „Default“ bedeutet, dass hier kein allgemeiner Standardwert angegeben ist.
| JVM-Systemparameter | Erforderlich | Default | Beschreibung |
|---|---|---|---|
|
nein |
– |
Pfad zur Konfigurationsdatei oder zum Verzeichnis mit Beispiel: |
|
nein |
– |
Kommaseparierte Liste zusätzlicher Verzeichnisse für optionale CARA-Module und HSM-Bibliotheken beim Start über den mitgelieferten CARA-Bootstrap. Für HSM-Bibliotheken und optionale Module werden separate Unterverzeichnisse empfohlen, beispielsweise Beispiel: |
|
nein |
– |
Alternativer JVM-Systemparameter zur Angabe der Log4j-2-Konfigurationsdatei. Für die Konfiguration über Beispiel: |
|
nein |
– |
Weiterer von Log4j2 unterstützter Name für den JVM-Systemparameter zur Angabe der Log4j-2-Konfigurationsdatei. Für die Konfiguration über Beispiel: |
|
nein |
|
Legt die Algorithmuskombination fest, die der Bouncy-Castle-Provider beim Erzeugen von PKCS#12-Keystores verwendet. Der Wert Beispiel: |
Beispiel zum Starten des CARA-Servers mit gesonderten Konfigurationsdateien:
java -Dspring.config.location=/path/to/config/ -Dlogging.config=/some/path/log4j2.xml -jar /path/to/cara-ws-server-<version>.jar
Umgebungsvariablen des Admin-Frontends
Das Admin-Frontend wird unabhängig vom CARA-Server über Umgebungsvariablen konfiguriert. Diese Variablen werden dem Prozess des Admin-Frontends übergeben und bestimmen unter anderem den HTTP-Port, die lokale IP-Adresse und den Kontextpfad.
Für die Kommunikation mit dem CARA-Server und die Anmeldung über Keycloak werden außerdem die zugehörigen URLs und die Client-ID festgelegt. Stimmen Sie diese Angaben mit der Serverkonfiguration und dem verwendeten Keycloak-Realm ab. Optionale URLs für die Links zu CLM und KMS in der Anwendungsauswahl werden ebenfalls hier angegeben.
Die folgende Tabelle beschreibt die Umgebungsvariablen des Admin-Frontends. Die Spalte „Erforderlich“ zeigt, ob eine Umgebungsvariable gesetzt werden muss. „Default“ nennt den ohne eigene Angabe verwendeten Wert. „–“ in der Spalte „Default“ bedeutet, dass hier kein allgemeiner Standardwert angegeben ist; ein leerer String ist davon zu unterscheiden.
| Umgebungsvariable | Erforderlich | Default | Beschreibung |
|---|---|---|---|
|
nein |
|
HTTP-Port des Admin-Frontends. Beispiel: Sind beide Variablen gesetzt, hat |
|
nein |
Alle lokalen Netzwerkschnittstellen |
IP-Adresse, an die der HTTP-Server des Admin-Frontends gebunden wird. Beispiel: Sind beide Variablen gesetzt, hat |
|
nein |
|
Kontextpfad, unter dem das Admin-Frontend erreichbar sein soll. |
|
ja |
– |
CARA-Server-URL. Beispiel: |
|
ja |
– |
Basis-URL des Keycloak-Realms. Beispiel: |
|
nein |
|
Client-ID des Keycloak-Clients. |
|
nein |
Leerer String |
URL des CLM-Frontends für den Link in der Anwendungsauswahl. Bei einem leeren Wert wird CLM als nicht installiert angezeigt. |
|
nein |
Leerer String |
URL des KMS-Frontends für den Link in der Anwendungsauswahl. Bei einem leeren Wert wird KMS als nicht installiert angezeigt. |
keyEncipherment und dataEncipherment nicht verwendet werden.